Lea’s bunte Reise nach Nepal

Markus und Lea Schweitzer

Im April/Mai 2011 haben wir, Markus Schweitzer aus Fuchstal und meine kleine Tochter Lea, die 6 Jahre alt ist, in Nepal die Orte besucht, mit denen die Nepal-Initiative verbunden ist.

Richtig los ging unser Besuch nach 8 Stunden im heissen Bus nach Pokhara. Wir suchten uns den Weg zum Rangeen Home, wo wir gleich unsere beiden Patenkinder, Dawa Lhamo und Sonam Dolma, und auch alle anderen Kinder getroffen haben.

Spielen im Rangeen Home Wir waren vor allem von zwei Dingen beeindruckt: der Gemeinschaft der Kinder, die sich ganz viel gegenseitig helfen (vor allem die Großen den Kleinen) und der bewundernswerten Arbeit aller Erwachsenen, ohne die das “Projekt Rangeen Home” nicht gelingen und ohne die finanzielle Hilfe aus Deutschland keine Wirkung entfalten könnte.

Nach fünf Tagen im Rangeen Home sind wir dann aufgebrochen nach Besi Sahar, dem Eingangspunkt zum Manang-Tal und haben noch die Schule in Chandisthan besucht, einem kleinen Dorf oberhalb von Besi Sahar. Auch diese Schule erhält Unterstützung von der Nepal-Initiative und ist mit ca. 500 Schülern eine sehr große Schule.

Das Transport-System LEA Die nächsten 3 1/2 Tage waren dann ausgefüllt von unserem Aufstieg durch das Manang-Tal, kleine und größere Dörfer, viele Esel und Träger, etliche Touristen und immer höhere Berge. Dabei ist Lea viel selbst gegangen und hat – wenn sie müde wurde – auf meinen Schultern wieder Kraft gesammelt.

Von dieser Kraft war dann beim abendlichen Spielen mit den Kindern der Wirtsleute auf den “Lodges” immer genug vorhanden und ich habe mir immer (erfolglos) vorgenommen, morgen weniger zu tragen.

Am vierten Tag sind wir bei “Dukur Pokhari” auf ca. 3000m Höhe ins obere Manang-Tal gekommen, hier öffnet sich ein wunderschönes Hochgebirgstal, dessen südliche Begrenzung die Annapurna-Gruppe darstellt während sich im Norden ca. 6500m hohe Berge befinden.

An der Lophelling-Schule haben wir 2 1/2 Tage verbracht und waren auch noch im Dorf Manang als unserem höchsten Punkt (ca. 3500m). Hier haben wir viele Ähnlichkeiten zum Rangeen Home entdeckt, die Kinder, die sehr diszipliniert ihren Schul- und Internatsalltag gestalten, und die Erwachsenen, die dafür sorgen, dass alles in richtigen Bahnen abläuft.

Die rauhe Umgebung und die Isoliertheit in den Bergen gibt der Lophelling-Schule einen anderen Charakter als es im Rangeen Home in der großen Stadt Pokhara der Fall ist, aber vieles ist doch ähnlich, vor allem die Gemeinschaft der Kinder und ihre Freude über “Kleinigkeiten” wie ein paar Kekse oder einen aus Gummibändern selbstgebastelten Fussball.

Auch an der Lophelling-Schule hat Lea in den Alltag der Kinder hineingeschaut und vieles entdeckt. Wir waren am Ende sehr froh, dass wir den weiten Weg von Besi Sahar nicht gescheut hatten. Als Belohnung für tapferes Gehen (und zeitweises tapferes Getragen-Werden) durfte Lea dann den Rückweg nach Pokhara mit dem kleinen Propeller-Flugzeug der Nepal Airways vom kleinen Flugplatz im Manang-Tal aus zurücklegen.

Egal wie viele Tage es am Ende waren – viel zu schnell war die Zeit vorbei und es hieß Abschied nehmen vom Rangeen Home, von Pokhara, von Kathmandu und Nepal.

Am Ende danken wir allen Kindern und Erwachsenen, die uns in Nepal so freundlich aufgenommen haben. Wir haben ganz direkt erfahren wie viel gute Arbeit durch die Nepal-Initiative hier angestossen wird und wie wichtig die engagierten Lehrer, Köche und Betreuerinnen sind. Allen Freunden in Nepal und natürlich besonders unseren beiden Patenkindern, Dawa Lhamo und Sonam Dolma, wünschen wir weiterhin eine gute Zeit und ein nicht zu fernes Wiedersehen in Nepal oder Deutschland.

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