Impressionen aus der Heimat unserer Kinder……
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Das neue Rangeen Children’s Home

Heimat für 100 Kinder
Geplante Fertigstellung 2014 – Wir bitten um Ihre Unterstützung!
——> Flyer als pdf

Auf einem idyllischen Hügel im Kathmandu Tal soll bis Ende 2014 die Heimat für bis zu 100 Kinder entstehen. Ein familiäres Zuhause, aber auch Schule und Ausbildungstätte für Handwerk und Landwirtschaft.
Ein soziales Sprungbrett für die Ärmsten der Armen.

Rangeen Home

Ein neues Zuhause für Kinder aus dem Manangtal

Rangeen HomeUm 7.30 Uhr ertönt der erste Gong. Der Größe nach geordnet marschieren die 36 Jungen und Mädchen im Alter von 4 bis 8 Jahren in den Speisesaal zum Frühstück. Gemeinsam an einem Tisch essen sie mit Besteck frisches Chapati (tibetisches Brot) mit Marmelade. Eine neue Situation für die Kinder. Noch vor ein paar Monaten kannten sich die Mädchen und Jungen nicht, die aus verschiedenen Dörfern des Manangtals stammen und dort unter ärmsten Verhältnissen gelebt haben. Aber nun ist alles anders. Nun wohnen sie zusammen unter einem Dach in Pokhara.

Die Kinder wurden von den örtlichen Village Development Comittees (VDCs) ausgewählt um im Rangeen Home Schulunterricht, regelmäßige und nahrhafte Mahlzeiten sowie die nötige medizinische Versorgung zu erhalten. Denn in den abgelegenen Heimatdörfern haben diese Kinder keine Chance auf eine ordentliche Schulbildung und folglich auch keine Zukunftsperspektive. Hier im Rangeen Home, das im Frühjahr 2009 eröffnet wurde, erhalten sie Unterricht in allen wichtigen Fächern. und werden auf die höheren Schulen vorbereitet.

Tsering Dolker

Nach einer Morning Assembly (Morgenappell) folgen acht Unterrichtsstunden in Nepali, Tibetisch, Englisch, Mathematik, Singen, Zeichnen und Sport. Hierfür wurde ein Klassenzimmer eingerichtet und wie in Nepal üblich tragen die Kinder im Unterricht Schuluniformen. So wird ihnen das Gefühl von einem geregelten und routinierten Schulalltag vermittelt.

Ab 16 Uhr, nach dem Unterricht, haben die Kinder Zeit zum Spielen und Toben im Garten. Eine besondere Attraktion sind die Schaukel und Wippe. Jeden Abend gibt es streng nach Speiseplan ein gesundes und leckeres Abendessen von Koch Champel. Um 20.30 Uhr ist Bettruhe. Einmal in der Woche, immer samstags, ist großer Waschtag. Die Kinder werden im Hof von oben bis unten eingeseift und mit kaltem Wasser abgeduscht. Für die Hygiene der Kinder und für die Sauberkeit im Kinderheim ist die Haushälterin Indreini zuständig.

Unser Repräsentant der Nepal Initiative Schongau Puntsok Tempel kümmert sich um die finanziellen Angelegenheiten und die technische Organisation. Mit dem Motorrad erledigt er fix alle nötigen Einkäufe von den täglichen Lebensmitteln über Schulbücher bis hin zu Zement für die neue Schaukel.

Es ist schön zu sehen, wie sich die Kinder in kurzer Zeit entwickelt haben. Zuvor haben sie noch nie in ihrem Leben in einem ordentlichen Bett geschlafen, mit Besteck gegessen, geschweige denn eine Toilette benutzt – was anfangs natürlich große Schwierigkeiten bereitete! Unvorstellbar ist auch, dass die Mädchen und Jungen bei ihrer Ankunft unterschiedliche, für einander nicht verständliche Sprachen ihrer Heimatdörfer verwendeten und teilweise nicht einmal Nepali sprachen.

Inzwischen verstehen sich die Kinder prima. Sie sprechen untereinander Nepali und machen große Fortschritte in Englisch. Man sieht den Kindern an, dass sie sich wohlfühlen. Auch wenn bei manchen Telefongesprächen in die Heimat noch immer die Tränen fließen. Doch sie haben hier im Rangeen Home bei Tsering, Puntsok, Miss Mardyna, Indreini und Champel ein echtes Zuhause gefunden und sind zu Freunden geworden.

Susanne und Stephan – überarbeitet


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