Das P-Seminar Nepal des Welfen Gymnasium Schongau besuchte im März 2016 die Lophelling Schule und das Rangeen Home. Hier der Bericht und Eindrücke der Schüler.

Die Reise beginnt

Im März 2016 trat unsere 15-köpfige Gruppe die weite Reise nach Nepal an. Wir waren schwer bepackt mit Spenden- und Schulmaterial, welches wir im Rahmen des P-Seminars für die Kinder im Manangtal und entlang des Anapurnatrails erstellt hatten.
Nachtürlich war es gar nicht so einfach, die 3500 m hoch gelegene Lophelling School im oberen Manangtal zu erreichen, denn es erwarteten uns einige Abenteuer, wie zum Beispiel wilde Jeepfahrten neben hundert Meter tiefen Abgründen, ein viertägiger Fußmarsch immer entlang des Marsyangdi-Flusses, der uns durch ärmliche Bergdörfer, über schwankende Hängebrücken, vorbei an glasklaren Seen, verzierten Gebetsmühlen und bunten Gebetsfahnen hin zur Lophelling Schule führte.

An unserer Partnerschule im Manangtal

Die Tage, die wir in der Lophelling School verbringen konnten, waren für uns wirklich sehr eindrucksvoll. Erste Berührungsängste zwischen den Grundschülern und uns wurden beim Verteilen, der in Deutschland gesammelten Schuhe, Socken, Handschuhe und weiterer Anziehsachen sofort abgelegt. Vormittags fand Englischunterricht statt, den ein Teil unserer Gruppe vorbereitet hatten. Beim gemeinsamen Kneten, Singen, Spielen und Englisch lernen konnten wir viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Auch das selbst erstellte Workbook kam bei Schülern und Lehrern gut an. Viel Spaß und Freude hatten dann sowohl wir als auch die Schüler beim gemeinsamen Nachmittagsprogramm, welches von unseren Jungs im Vorfeld organisiert und sorgfältig vorbereitet wurde. Darüber hinaus hatten wir auch noch Medikamente, gesponsert von der Nepal Initiative und Ärzten aus Schongau und Umgebung dabei, die Otto Bauer der Health Care Station an der Lophelling Schule übergab. Trotz der kurzen Zeit sind uns die Kinder sehr ans Herz gewachsen und so fiel uns der Abschied sehr schwer.

Im tropischen Pokhara

Nach einer unvergesslichen Woche im Manangtal ging es dann zurück nach unten, Richtung Pokhara. Dort angekommen genossen wir das tropische Wetter und das warme Duschwasser. Mit den Kindern aus dem Rangeen-Home verbrachten wir schöne Stunden. Auch hier konnten wir unsere Schulmaterialien und Spielsachen an die Kinder bringen, was uns sehr freute.
Schon waren die drei unvergesslichen Wochen vorbei, und wir saßen im Flugzeug zurück nach Deutschland. Abschließend kann man von einer sehr gelungenen Reise sprechen, wozu nicht zuletzt die ganz besondere Gruppengemeinschaft beitrug.

Erfahrungsberichte der Schüler:

Jan Hahn: Was mich sehr fasziniert hat, war die Offenheit und Freundlichkeit der ganzen Menschen, insbesondere der Kinder. Und, das Essen war einfach geil!!

Hannes Neumeier: Am meisten beeindruckt hat mich die in noch weiten Teilen unberührte Natur.

Lukas Rüther: Die Zufriedenheit, mit der die Einwohner ihr für unsere Verhältnisse armes, aber doch sehr schönes Leben bestreiten, war für mich besonders beeindruckend.

Johanna Braun: Ich fand die Menschen einfach toll, dass die immer offen und so nett waren und immer gelacht haben!

Selena Jorde: Die Ausstrahlung von vollkommener Erfülltheit und Zufriedenheit der Menschen vor allem in den Bergregionen hat mich am meisten beeindruckt.

Nicole Pantke: Gelernt habe ich, dass ich mir für alles mehr Zeit nehme, und ich bin inzwischen viel dankbarer für alles und weiß mein Leben hier viel mehr zu schätzen.

Caro Sprenzel: Es ist verblüffend, wie wenig der Mensch braucht, um glücklich zu sein.

Elisa Fiedler: Ich habe gelernt, dass es in der Welt auch ganz anders aussehen kann als bei uns. Man weiß das ja, aber wenn man es dann wirklich erlebt, ist es was ganz anderes. Fasziniert hat mich der einfache Lebensstil und die lockere entspannte Art, mit der uns die Menschen begegnet sind.

Johanna Schöner: Die Menschen in Nepal haben viel mehr Zeit als wir! Eine halbe Stunde oder eine Stunde zu spät kommen – das stört da keinen. Ich habe gelernt, wie froh wir um unser warmes Wasser, funktionierende Klospülung und Schulbildung sein sollten.

Moritz Kraus: Am meisten beeindruckt hat mich, dass sich die Kinder im Manangtal über Kleinigkeiten richtig freuen können!