Nepal steckt noch immer tief in der Verarbeitung der Flutkatastrophe. Für viele Menschen ist das, was geschehen ist, kein abgeschlossenes Ereignis. Der Verlust von Angehörigen, die Sorge um die eigene Existenz und die Ungewissheit über die Zukunft begleiten sie jeden Tag.

Hinzu kamen in den vergangenen Wochen erneut heftige Regenfälle. In vielen Teilen des Landes wurden Straßen weggeschwemmt. Transportmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Das erschwert auch die Hilfe: Menschen zu erreichen und Lebensmittel, Medikamente und andere notwendige Güter an ihren Bestimmungsort zu bringen, bleibt eine große Herausforderung.

 

 

 

 

 

Den Kindern in unserem Kinderheim im betroffenen Gebiet geht es gut. Unser Anliegen ist es, diesen Menschen auch dann zur Seite zu stehen, wenn die erste akute Notversorgung vorbei ist.
Die Nepal-Initiative Schongau e.V., ASHA for Children Deutschland e.V. und die Ludwig-Stoffel-Stiftung haben sich zusammengeschlossen, um zielgerichtet helfen zu können. Traudl Burgmair ist in Deutschland für die Koordination verantwortlich und auch in den jeweiligen Gremien vertreten.
Unsere gemeinsame verbindliche Zusage ist es, in den kommenden fünf Jahren mindestens 500.000 Euro für die Unterstützung der betroffenen Menschen aufzubringen. Wir wollen mit diesen Mitteln verlässliche Hilfe über einen längeren Zeitraum finanzieren. Denn ein verlorenes Zuhause, eine unterbrochene Ausbildung oder der Tod eines Elternteils lassen sich nicht mit einer einmaligen Unterstützung auffangen.
Im Mittelpunkt stehen Kinder und Waisen. Sie brauchen Schutz und Versorgung, vor allem aber Menschen, auf die sie sich verlassen können. Sie brauchen einen Alltag, der wieder Sicherheit gibt, Zugang zu Bildung und die Aussicht auf eine Zukunft.
Auch verwaiste junge Erwachsene sollen ihre Ausbildung fortsetzen können. Alleinerziehende Mütter brauchen Unterstützung, um ihre Familien durch diese schwere Zeit zu tragen. Und wir möchten ältere Menschen begleiten, die nach der Katastrophe besonders verletzlich sind.

Derzeit sind auch Helfer aus unseren eigenen Reihen vor Ort. Sie begleiten die Arbeit und helfen dabei, sicherzustellen, dass Ihre Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Dieser persönliche Kontakt ist uns wichtig. Hinter jeder Budgetzeile stehen Menschen, deren Bedürfnisse wir verstehen und ernst nehmen wollen.

Dank Ihrer Hilfe haben wir bereits rund 385.000 Euro zusammengetragen. Dafür danken wir Ihnen von Herzen.

Ihre Spende hilft, aus einer ersten Versorgung eine verlässliche Begleitung zu machen. Sie trägt dazu bei, dass Kinder wieder lernen können, junge Menschen ihre Ausbildung fortsetzen und Familien Schritt für Schritt einen tragfähigen Alltag aufbauen. Und sie hilft älteren Menschen, die Unterstützung zu erhalten, die sie jetzt brauchen.

Wir wissen, dass wir den Verlust nicht ungeschehen machen können. Aber gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Betroffenen mit ihren Sorgen und ihrer Trauer nicht allein bleiben. Dass neben dem Schmerz auch wieder Vertrauen wachsen darf. Und dass Zukunft möglich bleibt.

Wir halten Sie über die Entwicklung unserer Projekte und die Verwendung der Mittel auf dem Laufenden.

Wir freuen uns auch über jede weitere Hilfe.

Das Kinderheim in Nuwakot

 

Der Schlafsaal des Kinderheims