Nach dem Rangeen Home hat nun auch die LBS (Lophelling Boarding School) erfolgreich ihren eigenen Gemüsegarten angelegt. Was als Idee zur Förderung von Nachhaltigkeit begann, hat sich in den vergangenen Monaten zu einem lebendigen Lernort und einem wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit der Schule entwickelt.

Vom ersten Spatenstich bis zur Ernte – ein gemeinsames Projekt

Besonders stolz sind wir darauf, dass der gesamte Garten von Mitarbeitenden und Schüler*innen gemeinsam aufgebaut wurde.
Von den ersten Schritten – dem Abstecken der Beete und dem Pflügen des Bodens – bis hin zum Pflanzen, Pflegen und schließlich Ernten: Die Kinder waren immer aktiv dabei.

Dabei ging es nicht nur darum, Gemüse anzubauen, sondern auch darum, wichtige praktische Fähigkeiten zu vermitteln:

-Wie bereitet man ein Feld vor?
-Welche Pflanzen benötigen welche Pflege?
-Wie funktioniert nachhaltige Landwirtschaft?
-Wie wird aus einem Samen eine gesunde Pflanze?

Die Schüler*innen haben mit großem Eifer mitgeholfen und dabei nicht nur neues Wissen gesammelt, sondern auch viel Freude an der Arbeit im Freien entwickelt. Für viele ist es das erste Mal, selbst etwas Essbares wachsen zu sehen – und am Ende sogar zu probieren.

Ein wichtiger Schritt zur Autarkie der Schule

Mit dem neuen Gemüsegarten wird die Lophelling Boarding School immer unabhängiger von externen Märkten, deren Preise und Verfügbarkeiten oft schwanken. Frisches Gemüse ist in abgelegenen Regionen Nepals nicht selbstverständlich und oft teuer.
Der Garten sorgt nun dafür, dass die Schulküche regelmäßig frische, nährstoffreiche Lebensmittel zur Verfügung hat, Kosten spart, die an anderer Stelle dringend benötigt werden,
und langfristig nachhaltiger und resilienter wird.

Autarkie ist gerade in entlegenen Bergregionen Nepals von großer Bedeutung. Sie stärkt nicht nur die Versorgung der Kinder, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Schule gegenüber äußeren Krisen – sei es durch Wetterbedingungen, knappe Transportwege oder wirtschaftliche Schwankungen.

Wissen, das bleibt

Besonders wertvoll ist: Das Gelernte nehmen die Schüler*innen mit in ihre eigenen Familien und Dörfer. Viele leben selbst in landwirtschaftlich geprägten Regionen. Die Erfahrungen aus dem Schulgarten können ihnen später helfen, selbst nachhaltig anzubauen und ihre Gemeinschaften zu stärken.